Kunst und Kultur im Atelierhaus Prenzlauer Promenade
- Ansgar Vollmer

- 7. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Feb.

Der sechsgeschossige Plattenbau an der Prenzlauer Promenade in Berlin wurde Ende der 1970er Jahre als Akademie der Wissenschaften der DDR errichtet und nach Abwicklung der DDR an die Humboldt Universität Berlin vermietet. Auf Betreiben des Bezirks Pankow und der Kunsthochschule Weißensee wurden die Räume des Gebäudes ab 2001 an Künstler*innen vermietet. Seit 2012 kämpfen die Künstler*innen, die sich im Jahr 2015 in dem Verein „Atelierhaus Prenzlauer Promenade e.V.“ organisiert haben, für den Erhalt des Hauses als Kunst- und Kulturstandort sowie für langfristige Mietverträge für ihre Mitglieder. Anfang 2017 konnte der Verein mit der Gesellschaft für Stadt-Entwicklung (GSE) als neue Verwaltung einen Mietvertrag sowie eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnen.
Aktuell arbeiten ca. 50 Künstler*innen des Vereins „Atelierhaus Prenzlauer Promenade e.V.“ hier. Im Jahr 2021 kamen 30 weitere Künstler*innen zur Zwischennutzung dazu, unter ihnen auch die Künstler*innen der geschlossenen Kunstetagen Pankow. Februar 2026 konnten noch einmal zusätzlich 75 KünstlerInnen Quartier nehmen. im Haus sind zudem noch die Westerland Musikschule, der Palast der Künste, ein Sportstudio, Archäologen und einige Kleinunternehmer*innen ansässig.
Aktuell steht die Genossenschaft in Kaufverhandlungen mit dem Eigentümer der Immobilie. Nach erfolgreichen Erwerb durch die GAPP eG. wird das Gebäude abschnittsweise saniert. Nach Abschluss der Baumaßnahmen werden ca. 350 weitere Arbeitsräume für verschiedene Kunstsparten (Bildende Kunst, Musik, Tanz, Darstellendes Spiel und Literatur) sowie Projekträume und Gastronomie entstanden sein.
Der Genossenschaft GAPP eG setzt sich für den langfristigen Erhalt von bezahlbaren Arbeitsräumen für Künstler*innen in der Prenzlauer Promenade, aber auch berlinweit, ein. Um die kulturelle Infrastruktur auf kommunaler und landesweiter Ebene zu fördern, veranstaltet der Verein regelmäßige Ausstellungsformate und Kulturveranstaltungen. Hier werden die Arbeiten der im Haus arbeitenden Künstler*innen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wodurch ein aktiver Dialog entsteht.
Über diesen Link findest du einen Artikel zum Thema Übernahme durch die Genossenschaft in der Berliner Woche.



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