26. März -- Eröffnung der Ausstellung UMBAU I bei STRouX
- Ansgar Vollmer

- 20. März
- 3 Min. Lesezeit

UMBAU I – 3 x Solo
26.03.–10.05.2026
Ingo Gerken, Katrin Steiger, Christof Zwiener
kuratiert von Dirk Teschner
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 26.03.2026, 19 Uhr
STRouX
project space
Prenzlauer Promenade 149 -152
13819 Berlin–Pankow
Umbau – 3 x Solo, unter diesem Titel beginnt eine neue Ausstellungsreihe im STRouX, kuratiert von Dirk Teschner. In den drei Pförtnerlogen des Atelierhaus Prenzlauer Promenade 149-152, zeigen jeweils drei Künstler:innen neue, ortsbezogene Arbeiten.
Die Reihe ist eine Weiterführung des Ausstellungsprojektes „NEULAND – Wandel, Abriss, Neubesinnung“, welches der Kurator Dirk Teschner 2021 unter dem Raumnamen KORN in einem Objekt der Ostmoderne auf der Greifswalder Straße realisierte.
Inwieweit können zeitgenössische Kunstpraktiken – temporär, performativ, interaktiv und vielleicht auch dauerhaft – in Umbauprozesse eingreifen. Welche Möglichkeiten ergeben sich aus dem Moment des Dazwischen? Wie wichtig ist der künstlerische Blick auf den Wandlungsprozess? Wie können vorhandene Strukturen integriert werden?
Zur Raumgeschichte von STRouX: Auf Einladung des Vereins Atelierhaus Prenzlauer Promenade hatte der Kurator und Künstler Christof Zwiener ein Ausstellungsformat STRouX für die Pförtnerhäuschen konzipiert, benannt nach dem ersten Präsidenten der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Johannes Stroux. Das gesellschaftswissenschaftliche Institut der Akademie der Wissenschaften betrieb das Gebäude in der Prenzlauer Promenade von 1983-1990.
Die erste Ausstellungsreihe hatte in den Jahren 2020 und 2021 die ortsspezifischen Besonderheiten, die Lage und die aktuellen Transformationsprozesse im Haus durch die Perspektive externer Künstler:innen untersucht. An den Aufgängen B, C und D befinden sich die Logen aus Glas, die als Bühne, Vitrine oder Ausstellungsfläche für die künstlerischen Eingriffe dienten.
2022 wurden die Logen mit einem geänderten Ausstellungskonzept vom Verein weitergeführt. Die Logen wurden von vier Künstlerinnen aus dem Haus jeweils mit einer Einzelausstellung bespielt. Somit konnte der interne Blick der Nutzer:innen des Hauses und deren subjektive Perspektiven für den Kulturstandort in ortsspezifische Installationen einfließen. 2023 hat die Kuratorin Mirjam Wendt für ein Jahr ein Konzept erarbeitet, dass Künstler:innen und Künstlergruppen von außerhalb einlud, Interventionen in den Logen zu gestalten. 2024 und 2025 hat der Künstler Malte Hagen Olbertz das Programm kuratiert und drei Kümstler:innen jeweils eine Koje bespielen lassen.
Die Mitglieder des Atelierhaus Prenzlauer Promenade e.V. setzen sich für den langfristigen Erhalt von bezahlbaren Arbeitsräume für die Künstler:innen im Gebäude des Atelierhaus ein und möchten die Kunst und Kultur auf kommunaler und landesweiter Ebene fördern, unter anderem durch Ausstellungen, Kulturveranstaltungen und durch die Information der Öffentlichkeit über die künstlerische Arbeit der Künstler:innen im Haus.
Die Ausstellungsreihe findet mit freundlicher Unterstützung vom Atelierhaus Prenzlauer Promenade e.V. statt.
UMBAU – 3 x Solo
26.03.–10.05.2026
Loge B: Ingo Gerken / Loge C: Christof Zwiener / Loge D: Katrin Steiger
Ingo Gerken
Ingo Gerken studierte Freie Kunst an der Muthesius-Hochschule Kiel und Environmental Art an der Glasgow School of Art. Seine Arbeiten sind meist ortsbezogene Interventionen, Skulpturen oder Fotografien. Sie verweigern sich einer festen Materialität und plädieren eher für den pur verdichteten Moment. Im Spannungsfeld von Situation und Subversion untersucht er die Durchlässigkeit gedachter und realer Räume, ihre Konstruktion, ihre Flexibilität und ihr Gewicht.
Christof Zwiener
Die Arbeit mit historischen Spuren, Überresten und Transformationsprozessen bildet einen zentralen Bestandteil des künstlerischen Werks von Christof Zwiener. Ausgangspunkt ist die Vorstellung einer Überlagerung von Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verdichten sich in Gegenständen, Gebäuden, Orten oder Situationen.
Die künstlerische Praxis konzentriert sich dabei auf objekt- und ortsspezifische Aspekte, die nahezu aus der Wahrnehmung verschwunden sind. Diese Situationen werden als „Auren“ verstanden – als atmosphärische Verdichtungen historischer und materieller Spuren. Durch künstlerische Recherche sowie eine präzise Form der Präsentation werden diese Auren freigelegt und in eine neue Sichtbarkeit und Wahrnehmung überführt.
Katrin Steiger
Katrin Steiger ist eine interdisziplinäre Künstlerin, die multimedial mit Textilien, performativen Methoden und Archivmaterialien arbeitet. Ihre experimentellen Arbeiten bewegen sich zwischen Beobachtung und Transformation, um Aspekte der Performativität im Alltag zu erforschen. Mit ihrem Interesse an multisensorischen Erfahrungen untersucht sie Erscheinungsbilder, zeitgenössische Phänomene und soziales Verhalten sowohl in ihren skulpturalen Arbeiten als auch in partizipativen Formaten. Katrin Steiger lebt und arbeitet in Berlin.
STRouX
project space
Prenzlauer Promenade 149 -152
13819 Berlin–Pankow



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